„Zwischen heute und morgen, hier und dort“ – 12: Im Schwimmbad
Im Schwimmbad sein – was bin ich froh, dass diese Zeit vorbei ist.
Klar war ich mit den Kindern im Schwimmbad. Aber: Mir war immer das Wasser zu kalt, die Liegewiese zu voll, die Gesamtlautstärke zu hoch und das Duftgemisch aus Bratwurst, Tiroler Nussöl und Sonnencreme löste bei mir Brechreiz aus. Viel zu oft kam ich mit einem Sonnenbrand nach Hause und mit Kopfweh – denn am Wasser, wo sich die Kinder am liebsten aufhielten, gab es keinen Schatten. Überhaupt gab es für meine Begriffe viel zu wenig Schattenplätze.
Wenn Erwin kurz nach 17:00 Uhr von der Arbeit zu uns kam, konnte ich wenigstens alles in Ruhe zusammenpacken, damit wir nach Hause gehen konnten.
Ich kann aus tiefster Überzeugung sagen: Ich konnte den Tagen im Schwimmbad nichts abgewinnen.
In den See gehe ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr und in andere Schwimmbäder nur unter Protest oder, höchstens, einem Enkelkind zuliebe, das mich dabeihaben will. Ins Wasser gehe ich auch dann nur, wenn es beheizt ist. Das passiert aber nur noch alle „Jubeljahre“, denn inzwischen sind die Enkelkinder größer und gehen lieber mit Freundinnen oder Freunden ins Schwimmbad.
So sitze ich lieber auf dem Balkon und schaue ins Weit.
Schreibe ein „Elfchen“ zu Schwimmbad.
Foto: © Erwin Grundler


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