Schreiben im Café: „Lob des Frühlings“
Gestern war „Schreiben im Café – wir haben, passend zur Zeit – zum Frühling geschrieben. Eine Schreibanregung lautete „Schreibe ein Lob des Frühlings“ – in welcher Form auch immer. 15 Minuten hatten wir dafür Zeit. Bei mir ist das folgende Gedicht entstanden – heute habe ich es noch leicht überarbeitet.
Wenn alle Gräser grün nun sprießen
und Buschwindröschen sich im Winde wiegen
wenn Fliederblüten tausendfach erblühen
und Veilchen Winterzeit besiegen
dann ist es Frühling
endlich – ja.
Wenn Wind die nackten Arme streichelt
und gelber Blütenstaub lädt ein zum Malen
wenn Buchen Blätter nun im Licht erstrahlen
und Vogelsang schon schmeichelt in der Früh
dann ist es Frühling
endlich – ja.
Wenn gelber Löwenzahn sich ändert
zu silbrig schimmernd runden Bällen
wenn Rosenduft mich hüllt in Wellen
und es nach Sonnenschein dann dämmert
dann ist es Frühling
endlich – ja.
Wenn Bergsicht mich hinaus lockt, um zu staunen
wenn Pärchen – Hand in Hand – sich Liebesworte raunen
wenn Bienen hocken zwischen rosa Blüten
und Bäume erzählen mir von alten Mythen
dann ist es Frühling
endlich – ja.
Wenn‘s grünen Spargel auf den Märkten gibt
wenn Erdbeerduft mich rundum einhüllt
wenn zwischen weitem Grün ein blühend‘ Rapsfeld liegt
und laue Winde mit mir flüstern
dann ist es Frühling
endlich – ja.
Ach, Frühling bleib – ich hab‘ dich gern
und dich herbei gesehen sind von Herzen
mit dir ist Leichtigkeit nun nicht mehr fern.
Du legst dich um mich wie eine sanfte Hand
bist lieb und teuer mir an jedem Tag
spinnst zwischen dir und mir ein warmes Band.
Ich werd‘ mich freu‘n und deine Wunder sehen
will staunen täglich über deine Fülle
und wenn es Zeit dann ist für dich zu gehen
so sei gewiss: es bleibt ein Stück zurück
von dir und deiner leichten Seligkeit.
Ich danke herzlich dir für dieses Glück.
Wie klingt dein „Lob des Frühlings?“
Foto: © Erwin Grundler


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