Mein Tag liegt vor mir …
Am letzten Donnerstag hat sie begonnen – die Schreibwerkstatt „Geschenke meines Lebens“ im Bildungszentrum in Singen. Zu acht haben wir geschrieben. Wir haben begonnen, uns dem Thema anzunähern. Wir haben zugehört, miteinander gelacht, ließen uns anrühren und haben eine Verbindung geschaffen. Hier ist einer meiner entstandenen Texte.
Mein Tag liegt vor mir wie eine Leinwand mit ein paar Konfettitupfen und viel weißer Fläche. Ich bin eingeladen zum Gestalten. Bin eingeladen, zum Pinsel zu greifen oder mit den Händen tief in die Farbe hinein zu tauchen und Spuren zu hinterlassen. Meine Spuren. Spuren meiner Gedanken. Spuren meiner Tage. Spuren des Seins.
Ich habe die Wahl. Die Wahl der Farbe. Die Wahl der Formen. Die Wahl des „so oder so.“
Ich setze gelbe Flächen. Gelb wie die Sonne, die mir den Frühling zeigt. Dazwischen Grün und Blau. So verbinde ich Erde und Himmel. In diesem Raum lebe ich. In diesen Raum bin ich gestellt. Hier ist mein Platz. Die leere Leinwand meines Tages füllt sich. Rote Nähe Tupfen mischen sich mit rosaroten Ich-darf-Blüten.
Ich ziehe Linien. Verbindungen von hier nach dort. Sie schwingen. In meinem Takt. Ich halte den Anfang und lasse es fließen. Gespannt darauf, was sich entwickelt.
Wenn du magst, setze dich an einem der nächsten Tage morgens hin und schreibe dazu deinen Text.
Foto: © Judith Manok-Grundler


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