„Mittendrin statt nur dabei“ – Schreibmonat

22 Vertrauen ins Sein

 

 

Liebes Sein,

zuerst: Es fühlt sich merkwürdig an, dir zu schreiben. Ich hatte dich bislang nicht als ein Gegenüber im Blick, jedenfalls nicht bewusst und speziell.

Nun: wie auch immer. Heute schreibe ich dir. Ich bin ebenso gespannt wie du, was in meinem Brief stehen wird. Ich weiß noch nicht, in welche Richtung es gehen soll.

Du, Sein. Mein Sein. Oder das Sein der Welt? Ich entscheide mich für <mein Sein>. Ich glaube, damit kann ich etwas anfangen.

Ich bin- hier. In der Welt. Im Sein. Der Begriff Dasein fällt mir ein. Und damit verbunden auch das da sein im Dasein. Da sein heißt: präsent zu sein. Mir bewusst zu machen, was mich umgibt und was alles IST. Das, was ist,

ist. Ist es auch im Sein?

Und nun, das Sein: Meint es alles, was ist? Meint es das, was ich mit meinen Sinnen erfassen kann?

Meint es mich oder dich oder uns alle?

Liebes Sein, du schweigst. Ich höre hinein in das Schweigen. Hoffe, dass daraus etwas auftaucht. Etwas, das mich erfüllt. Oder aufrüttelt. Oder einen AHA-Effekt erleben lässt.

Ich merke, du bist anregend. Aufregend sicher auch. Also nehme ich dich mit und gehe mit dir schwanger.

Bis bald, liebes Sein

Judith

 

 

Wenn du magst, schreibe einen Brief ans SEIN!

Foto: © Erwin Grundler

 

 

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