Sonntagsgedanken: Spätsommersonntagmorgen

Ein einziger Vogel zwitschert, er hat das vorige Sonntagskonzert abgelöst. Wo sind sie hin, all die Vögel, die vor einer halben Stunde noch sangen?

Schleierwolken am Himmel. Dazwischen lange weiße Fäden. Ein wunderbares Suchbild über mir.

Über dem See liegt Dunst – wie mein Atemhauch an einem kalten Januar Tag.

Schaue ich geradeaus, sehe ich den Säntisgipfel in der Ferne. In der Nähe tummeln sich ein Taubenschwänzchen, Bienen und Fliegen um die letzten weißen Verbenen Blüten im Balkonkasten. Ein kleines Flugzeug stört die Ruhe, die mich einhüllt.

Lachen. Wortfetzen. Stöcke klappern. Eine Nordic Walking Gruppe ist unterwegs. Die Sonne gibt alles.

Am gegenüberliegenden Ufer spiegeln sich Bäume im Wasser. Und hier, links neben mir, schimmern die einst weißen Hortensienblüten zwischen Altrosa und Gelb.

Mein Strickzeug liegt auf dem Tisch neben meiner Teetasse, einem Schreibheft nebst Stift und dem Buch, das ich lese.

Sonntagsidylle pur.

Ich stelle fest: ich habe alles hier, was ich für eine Auszeit mitten im Alltag brauche.

 

 

 

Einen gesegneten Rest-Sonntag wünsche ich dir.

Foto: © Judith Manok-Grundler

 

 

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