Themengeschichte 17: Lassen

Lassen

will ich das sollen

oder vielleicht doch besser

das wollen

wie es mir

so oft gesagt worden ist?

Auf jeden Fall

das müssen

das will ich

lassen

am besten für immer

und gleich

doch: wie geht es

das lassen

wenn sollen, wollen, müssen

prasseln mit Kraft auf mich ein?

 

Was lass ich

was?

Was ich

will lassen

krieg‘s nicht zu fassen

lass es drum sein

bleib groß

bleib klein

bleib hier bei mir

 

lass es sein, wie es ist

und lass los

was mich zwickt

weil es geschickt

immer wieder

langweilig und bieder

mich im Früh gelernten festhalten will.

Das Gelernte lockt:

ist mir vertraut

ist sicher

auf festen Grund gebaut

gewohnt, so gewohnt –

und verstaubt.

 

Ich male ein Herz

in den Staub

schick einen Luftkuss hinterher

drehe mich und geh

lass, was ich glaubte, zurück.

Lass los

das müssen

das Brav sein

das folgsame Mädchen

und geh

mit wehenden Fahnen

dem lassen entgegen

weil wollen bringt Segen

mir heute zum Glück

ich gehe

schau nicht zurück.

 

Ich lass mich

bin hier

und fasse mit beiden Händen tief

hinein ins pralle Leben

das mir gegeben

das will ich

das werde ich leben

und nimmermehr lassen –

ich lächle

mit nassen Augen

mir zu

lass es laufen

will sehen was kommt

was mir frommt

was mich stärkt

und merk: Ich lebe

ins Lassen hinein

Tag für Tag

ein Stückchen mehr.

Lassen

will ich das sollen

oder vielleicht doch besser

das wollen

wie es mir

so oft gesagt worden ist?

Auf jeden Fall

das müssen

das will ich

lassen

am besten für immer

und gleich

doch: wie geht es

das lassen

wenn sollen, wollen, müssen

prasseln mit Kraft auf mich ein?

 

Was lass ich

was?

Was ich

will lassen

krieg‘s nicht zu fassen

lass es drum sein

bleib groß

bleib klein

bleib hier bei mir

 

lass es sein, wie es ist

und lass los

was mich zwickt

weil es geschickt

immer wieder

langweilig und bieder

mich im Früh gelernten festhalten will.

Das Gelernte lockt:

ist mir vertraut

ist sicher

auf festen Grund gebaut

gewohnt, so gewohnt –

und verstaubt.

 

Ich male ein Herz

in den Staub

schick einen Luftkuss hinterher

drehe mich und geh

lass, was ich glaubte, zurück.

Lass los

das müssen

das Brav sein

das folgsame Mädchen

und geh

mit wehenden Fahnen

dem lassen entgegen

weil wollen bringt Segen

mir heute zum Glück

ich gehe

schau nicht zurück.

 

Ich lass mich

bin hier

und fasse mit beiden Händen tief

hinein ins pralle Leben

das mir gegeben

das will ich

das werde ich leben

und nimmermehr lassen –

ich lächle

mit nassen Augen

mir zu

lass es laufen

will sehen was kommt

was mir frommt

was mich stärkt

und merk: Ich lebe

ins Lassen hinein

Tag für Tag

ein Stückchen mehr.

 

 

 

Was willst du lassen? Schreibe es auf.

Foto: © Erwin Grundler

 

 

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