Wort zum Sonntag: Am Anfang war das Wort (Joh 1,1)

Zur heutigen Leseordnung

 

„Am Anfang war das Wort“- lese ich und ich frage mich <welches Wort war am Anfang>?

Am Anfang war das Wort und ich frage mich <woher kam es>?

Am Anfang war das Wort und ich frage mich <wer sprach es>?

Wenn am Anfang das Wort war

Wie konnte es gesprochen werden, wenn es der Anfang war?

Wie kam es ins Leben?

Was hat es beseelt?

 

Am Anfang war das Wort …

Das Wort, ein Wort, das einen Anfang setzt? Das in Geschichte und Geschichten eingreift? Das das Leben verändert?

 

Mir fallen, während ich schreibe, ein paar Geschichten der Bibel ein. Ich denke an Abraham, der von Jahwe hört „Geh weg aus deinem Vaterland in ein Land, das ich dir zeigen werde.“ Und Abraham zog fort“- hören wir. Auf dieses Wort hin. Der Anfang einer neuen Geschichte. Eines anderen Lebens. Ein Anfang, der Auswirkungen auf viele Menschen hatte und das Leben der Sippe hatte.

Mir fallen Schifra und Pua ein- die beiden Hebammen ein, die das Wort des ägyptischen Königs, sie sollen alle männlichen Babys töten, zwar hörten, aber ihm nicht gehorchten, sondern sich listig herausredeten. Kein Ende, sondern ein Anfang, denn sie ermöglichten das Leben für die Knaben, die geboren wurden.

Ich denke an Bartimäus. Den Blinden, von dem erzählt wird, er wolle Jesus um Heilung bitten. Da er Jesus aber nicht sehen konnte, schrie er laut nach ihm. „Hilf mir.“ Jesus hört und erhört ihn. Ein Anfang. Ein neues, ein anderes Leben für den Blinden.

 

Und ich heute? Auf welches Wort höre ich? Welches Wort schafft mir einen neuen Anfang? Welches Wort nutze ich, damit ein Anfang für andere wird, für die, die zu mir kommen?

Am Anfang war das Wort. Schafft das Wort einen Anfang oder entsteht aus dem Hören des Wortes ein Handeln oder Denken, das einen Anfang bringt?

Am Anfang war das Wort…

 

 

Einen gesegneten Rest-Sonntag wünsche ich dir.

Foto: © Judith Manok-Grundler

 

 

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