„Zwischen heute und morgen, hier und dort“ – 20: Sommerleichtigkeit

Sommerleichtigkeit ist wie ein Soufflee, das auf der Zunge zergeht. Locker. Luftig. Leicht. Sie zaubert mir eine Atmosphäre in den Tag, die ihresgleichen sucht.

Sommerleichtigkeit zieht mich hinaus. Ich genieße den Schatten auf Waldwegen und die Sonnenflecken, die sich – durch Baumkronen hindurch – auf dem Boden zeigen. Der Geruch nach Walderde und frühen Pilzen öffnet die Tür zu meinen Erinnerungen. Ich sehe Bilder aus vielen Jahren und unzähligen verschiedenen Wäldern und Spazierwegen vor mir.

Sommerleichtigkeit malt meine Tage hell. Die Luft flirrt und der Himmel sieht aus wie von einem Schleier überzogen. Bienen und Taubenschwänzchen sind auf Futterflügen und ich sehe ihnen dabei zu. Schmetterlinge tanzen in der Sonne. Zwischendurch lassen sie sich auf Blüten nieder, damit ich ihre Schönheit bestaunen kann.

Sommerleichtigkeit begleitet mich vom Aufstehen bis in den Schlaf hinein. Sie funkelt wie das Abendgold eines Sonnenuntergangs oder wie Sternschnuppen, die in Sommernächten vom Himmel fallen.

 

 

Nun haben wir seit vier Wochen Sommer – schreibe über deinen Sommer, alles, was dir einfällt.

Foto: © Erwin Grundler

 

 

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