„Zwischen heute und morgen – hier und dort“ – 8: Die Nacht

Langsam sinkt die Sonne. Dunkle Streifen am Himmel. Über dem See ein Streifen Nachtblau. Stück für Stück wandelt es sich zu anthrazit. Später machen sich Gold und orange breit.

Ein Vogel nach dem anderen stellt seinen Gesang ein und steckt den Kopf unter die Flügel. Von links wandert der Mond über den See. Es wird still.

Ich lege mir ein Tuch über die Schultern. Kuschle mich ein. Schließe die Augen. Ich lasse Bilder des Tages Revue passieren – und lausche Gesagtem nach. Ich spüre dem Tag nach – spüre ihn in Schultern und Beinen.

Noch bin ich wach. Ich schalte ein Solarlicht ein. Ein Nachtfalter kommt zu Besuch. Ich sehe ihm erst zu, dann nach. Ein Ahnen bloß. Wohin sein Weg ihn führt?

Ich öffne die Augen. Stehe auf. Gehe ins Haus. Ich schließe die Tür – und damit die Nacht aus. Jedenfalls ein Stück davon. Drinnen empfängt mich Wärme und ein Funken Licht, der mich begleitet.

 

 

 

Wie begrüßt du die Nacht? Schreibe es auf.

Foto: © Erwin Grundler

 

 

1 Kommentar
  1. Christiane
    Christiane sagte:

    Liebe Judith, es ist nicht fair dem Text gegenüber, aber dies wird ein Off-topic-Kommentar, der gern gelöscht werden kann.
    Ich möchte dich gern motivieren, für die Adventüden, bei denen du zwei Türchen ergattert hast, ein paar Wörter zu spenden – und für das Etüdensommerpausenintermezzo bitte auch eins, das darbt nämlich gerade fürchterlich. Bis Freitagabend geht noch, früher wäre mir lieber, wenn möglich.

    Schau hier: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2026/07/05/etuedensommerpausenintermezzo-2026-hinter-den-kulissen/

    Herzliche Grüße aus dem hohen Norden ;-)

    Antworten

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