Advent- die Zeit des Wartens
Worauf ich warte
Auf das Gänseblümchen, das seine Blüte öffnet, auf einen blauen Himmel statt des Nebelgraus und auf heute. Auf meine Schritte draußen. Darauf dass die Zeit ein wenig langsamer geht und auf den Frühstückstee.
Ich warte auf den Weltfrieden oder, ein paar Nummern kleiner, auf den Frieden in der Familie und zwischen Nachbarn. Auf ein Ende des Baulärms, auf knisterndes Feuer im neuen Ofen, auf Heimeligkeit am Feuer und einen entspannten Adventmittag mit meinen Freundinnen.
Ich warte auf die Heinzelmännchen, die über Nacht meine Steuer machen, auf Kerzenschein und das Läuten des Weihnachtsglöckchens, auf den Besuch der Enkelkinder und auf die Überarbeitung des Manuskripts.
Ich warte auf das Tschilpen der Spatzen, darauf, dass die Rose die letzten Blätter verliert und dass die Weihnachtskakteen weitere Blüten öffnen.
Ich warte auf Worte, die kommen und solche, die noch nicht kommen
Ich warte auf Bilder, die mir aus dem Pinsel fließen und auf Strickzeit und darauf, dass meine neue Duftlampe in Gang gesetzt werden kann.
Ich warte auf Spuren des Lichts, die ich suche und finde- dann ist meine Freude groß.
Ich warte. Es ist Advent.
Warten …
Meine Antwort zum Beitrag vom 3. Dezember
Foto: © Erwin Grundler


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