Mein Jahresanfang
Am Donnerstag war „Schreiben im Café“- das erste Treffen 2026. Wir schrieben zum Thema „Anfänge.“ Hier kommt ein Text, der entstanden ist.
Mein Jahresanfang 2026. Ruhe. Mich treiben lassen. Lesen. Stricken. Wolldecke und Feuer im Ofen. Schnee, Regen, Nebel. Sprechen und schweigen. Lachen. Unterstützen und da sein. Einkaufen, kochen und essen. Steuerunterlagen für 2025 zusammenstellen. Ferien genießen. Mails und Nachrichten schreiben. Am PC sein. Nachdenken und arbeiten. Also alles wie immer.
Alles wie immer? Nein und ja gleichzeitig. Der Rahmen bleibt. Mit Neuem und Altem. Im Kleinen, fast unbemerkt, gibt es anderes. Verschiebungen. Hier und dort passen zwei Puzzlestücke nicht mehr ganz aneinander. Schaue ich durch den entstandenen Spalt, sehe ich Nebel. Dichten Nebel. So wie an vielen Tagen meines Jahresanfangs das Wetter war- vernebelt. Ich weiß, dass der Nebel nicht von Dauer ist. Jeder Nebel verzieht sich irgendwann. Dann leuchtet die Sonne durch Ritzen und Spalten. Was ich sehen werde, wenn es so weit ist? Keine Ahnung, ich bin gespannt. Einstweilen tue ich das, was ich mag. Was wartet. Was ruft. Was sich anbietet. Und ich freue mich überall das, was ich in diesen Tagen bereits in der Hand halte, welche Ergebnisse ich sehen kann.
Alles wie immer? Ja und nein. Beides ist da- gleichzeitig. Es darf nebeneinanderstehen. Und ich- ich darf es in den Blick nehmen.
Schreibe über deinen Jahresanfang von der Silvesternacht bis heute. Was hast du erlebt, erfahren, gespürt, getan?
Foto: © Erwin Grundler


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