NICHT AUFHÖREN

Neulich habe ich einen Satz gelesen, über den ich seitdem immer wieder nachdenke. Er lautete sinngemäß „Du sollst nicht aufhören, bevor du stolz bist“.

Der Gedanke gefiel mir- an Dingen dranzubleiben, bis ich stolz darauf bin, es geschafft zu haben. Durchhaltevermögen an den Tag zu legen. Mein Bestes zu geben. Vor allem aber: Stolz sein zu dürfen auf das, was ich geschafft habe. Denn das ist oft gar nicht so einfach- vor allem, wenn das in der Kindheit verpöhnt war. Ich habe mir überlegt, auf was ich stolz bin. Da kam eine Menge zusammen und ich bin froh, dass ich darüber nachgedacht habe. In einer ganz kurzen Rückblende habe ich gesehen, wie sehr ich gewachsen bin. Mich entwickelt habe. An Stabilität gewonnen habe.

Ich wäre nicht ich, würden mir nicht auch die Gefahren dieses Satzes ins Auge springen. Für mich, die ich zumindest sehr lange, zum Perfektionismus geneigt habe, kann der Satz auch Gift sein. Denn mein Perfektionismus ist ja aus einem Gefühl der Unzulänglichkeit heraus entstanden, was es schwer macht, mit einer Arbeit zufrieden zu sein. Um auf sie stolz zu sein, muss sie schon sehr besonders sein.

Deshalb ist es für mcih wichtig, genau hinzuschauen und mich zu fragen: Wann bin ich stolz auf mich, zufrieden mit dem, was ich tue? Wo stehe ich mir selbst im Weg, weil ich es zu perfekt haben will?

Ja, ich finde es wichtig, stolz auf das zu sein, was ich bin. UNd das ist gut so.

 

 

 

Wie siehst Du das und wie ist es bei Dir: Bist Du oft stolz auf Dich?

Foto: © Erwin Grundler

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert