Noch immer und noch nicht (Wo 2): Schätze des Lebens

Schreib-Anregung 2 zum Online Schreiben der Woche 2: Nimm einen Satz aus Deiner Liste und verdopple, bis Du 16 Sätze hast. Lass dich vom Stift führen.


Noch fehlt mir der Frühling mit T-Shirt Wetter, Sonne satt und Temperaturen, die mich nicht mehr frösteln lassen.

Noch fehlt mir der Frühling mit T-Shirt Wetter, Sonne satt und Temperaturen, die mich nicht mehr frösteln lassen.
Ich könnte meine Haut vorsichtig an die Sonne gewöhnen – und mich an den Anblick der weißen Haut.

Die Sommersprossen dürften sprießen wie Waldmeister im feuchten Waldboden.
Und, wenn ich meine Nase rümpfte, tanzten sie einen Frühlingstanz.
Vielleicht ein Menuett; höflich-höfisch, mit Verbeugungen, einem Lächeln und mit Händchen halten.
Die Töne würden mich an plätscherndes Wasser erinnern und Sumpfdotterblumenrauschen.

Gelb und grün im Schatten zwischen Buchenwurzeln und Gras.
Wasser überspülte Steine, dränge in die Erde, nährte und belebte sie.
Noch wäre es kalt, das Wasser, und so bliebe ich besockt, statt die Temperatur mit Hilfe des großen Zehs zu fühlen.
Aber ich freute mich am Blühen und schätzte die Wohltat des kostbaren Nass.
Meine Füße wanderten im Rhythmus des Wassers.
Entlang seines Bettes, so alt vertraut wie neu.
Und wohin ich käme, es wäre der Schöpfung Freudenort. Ein Freudenort, der mir die Hand entgegenhalten würde.
Ich würde nicht zaudern, sondern einschlagen – beglückt über das Vertrauen, dass mir entgegenkommt.

Ich nähme ein Stück davon mit, wenn ich zurückkomme.
Ein kleines Stück nur, damit für die anderen etwas übrigbliebe.
Und dieses Stück würde zum Schatz.
Zum Schatz des Lebens.
Ein Überraschungsmoment für ewig.
Mit stiller Freude würde er mich füttern.
Die Seele weiten.
Und ich würde zehren, davon erzählen, das Freudige weitergeben und strahlen.
Die anderen würden das sehen.
Sie fragten, ob ich etwas abgeben würde vom Seelenfutter.
„Ja“, würde ich sagen – und dann würde ich teilen.
Die Freude und die Wärme.
Das schauen und erkennen.
Das laute und das leise, dass so verspielt daherkommt.
Und natürlich, nicht zu vergessen, die Kraft des Frühlings.
Lieber Frühling, komm doch bald – dir bleiben nur noch knapp fünf Wochen.

 

|WERBUNG WEGEN NAMENSNENNUNG, UNBEZAHLT|

 

 

 

Wenn Du magst: Wähle einen Satz aus Deiner Liste aus oder schreibe einen Satz. Verdopple die Sätze und lass Dich vom Stift führen.

 

Foto: © Grundler, Überlingen

 

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