Themengeschichte 5: Taunass Gras
Taunass das Gras an den meisten Septembermorgen. Das wäre ideal zum Tautreten. Für mich ein Ding der Unmöglichkeit.
Dafür sehe ich es gern, wie die Feuchtigkeit morgens auf Gräsern, Blättern und Blüten sitzt. Dann frage ich mich, ob sie es spüren? So spüren, wie ich Wassertropfen auf meiner Haut wahrnehme.
Ich weiß es nicht. Werde es auch nie wissen. Aber es steht mir frei, darüber zu fantasieren.
Wassertropfen
glatt und kühl
fast
schwerelos
sie
gleiten
über Gräser
wie Elfentränen
wispern
<da bin ich>
und
stillen
die Hoffnung.
Gehst Du Tautreten? Foto: Erwin Grundler, Überlingen-Aufkirch
Echt, Tau treten…? Das habe ich noch nie gehört. Aber es täte mir um den Tau leid, der im Gras glitzert. Lieber ähocke ich mich hin und sehe, wie die die Sonne in den Tropfen bricht und viele kleine Sterne zaubert.
Ja, das machen tatsächlich viele Menschen. Aber ich sag ja, meines ist es nicht. Ich höre immer wieder, dass es gesund sein soll.
Deine Haltung gefällt mir aber auch besser.
Herzliche Abendgrüße zu dir
Judith