Wort zum Sonntag: Heute beginnt der Advent
Heute beginnt der Advent. Eine Zeit des Wartens. Der Vorbereitung. Der Begegnung. Des Durchhaltens. Des Durchhaltens, weil der Advent in die dunkelste Zeit des Jahres fällt. In eine Zeit, in der sich vieles von außen ins innen verlagert.
So ist der Advent eine Einladung für mich. Eine Einladung, mich einzulassen. Auf das Dunkel. Auf das Warten. Auf Begegnungen – auch Begegnungen mit mir selbst.
Es ist eine Einladung zum Aushalten des Dunkels, statt es mit unzähligen Lichtern vorschnell zu vertreiben.
Der Advent ist langsam. Jedenfalls war er das einmal. Sicher, es gilt, nicht am Alten festzuhängen, nur weil es immer so war. Und doch kann es guttun, das Tempo herauszunehmen- wenigstens ab und an.
Ich will die Langsamkeit dieses Advents nutzen.
Das Dunkel aushalten. Es ansehen. Nach Lichtspuren im Dunkel suchen.
Kleine Schritte gehen.
Begegnungen ermöglichen. Mich verbinden mit anderen- persönlich oder in Gedanken.
Vielleicht finde ich im Langsam einen Strahl der Hoffnung. Entdecke ich, was zählt. Was trägt. Was leuchten lässt.
Ich will die Hoffnung in der Kerze am Adventskranz entdecken.
Im Schreiben und Gestalten einzelner Adventsseiten.
In jedem Wort, das ich im Adventskalender lese.
In einem „Grüß Gott“ und in einem „Auf Wiedersehen!“
Und nicht zuletzt in einem Barbarazweig, den ich mir am 4. Dezember ins Zimmer hole.
Einen gesegneten 1. Advent wünsche ich dir- von Herzen!
Foto: © Erwin Grundler


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