Wort zum Sonntag: Hoffnung
In meinem Adventsbegleiter, den ich an eine Gruppe interessierter Frauen versende, gab es für die 2. Adventswoche die Schreibanregung, einen Brief an die Hoffnung zu schreiben. Hier kommt meiner:
Liebe Hoffnung,
heute will ich dir danken. Dafür, dass du mich begleitest- schon so lange.
Über eine lange Zeit hinweg war meine Beziehung zu dir so wie zu meiner Freundin A. Wir sehen uns selten. Hören wenig voneinander. Wenn wir uns aber treffen ist es, als ob wir uns gestern zuletzt gehört und gesehen hätten. Kurz: die Bindung zueinander ist ein starkes Band. Eines Morgens aber, es mag ca. 20-25 Jahre her sein, saßest du neben mir am Frühstückstisch. Seither bist du da. Bei mir. Wo auch immer ich bin. Wie ein Schatten. Wobei, nein- dieses Bild stimmt nicht. Du bist da, als wärst du ein Teil von mir. Einer, der zu mir gehört. Ohne den ich nicht so leben könnte, wie ich es tue (und du warst auch vorher schon da, nur nicht so präsent wie seither).
Du bist da, liebe Hoffnung. Still. Selbstverständlich. Ohne trallala. Ohne dich aufzuspielen. Ohne dich in den Vordergrund zu setzen. Ich spüre dich. Nehme deine Präsenz wahr. Lasse mich von dir aufrichten und stärken. Dafür danke ich dir von Herzen.
Ich wünsche mir, dass unsere Verbindung so bleibt: Nah. Eng, ohne einzuschränken. Stark. Mut-voll. Und ich verspreche dir, dich zu hüten wie einen Schatz, der mein Leben bereichert.
Alles Liebe für dich
Judith
Einen gesegneten Adventssonntag und einen hoffnungsvollen Restadvent für dich…
Foto: © Erwin Grundler


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