Wort zum Sonntag: Windgedanken

Neulich habe ich beim Durchblättern der Zeitschrift FLOW (Nummer 59, Seite 138) die Überschrift „Orte einatmen“ wahrgenommen.

Und, während die Tage vergingen, war der Titel wohl unterschwellig als Begleithintergrund da. Heute früh jedenfalls war er plötzlich wieder da – in Verbindung mit dem Thema „Im Sommerwind“ (so der Titel des nächsten „Schreiben im Café“)
Was heißt das: Einen Ort einatmen?
Wie ist ein Ort beschaffen, damit ich ihn einatmen kann?
Braucht ein Ort zum Einatmen einen Duft?
Und was geschieht in mir, wenn ich einen Ort einatme?

„Einen Ort einatmen“!
In Gedanken gehe ich ein paar meiner Lieblingsorte durch.
Ich frage mich: Was macht sie zu meinem Lieblingsort?
Habe ich mir diese Orte eingeatmet?
Und was bedeutet es, wenn ich die letzte Frage mit einem Ja beantworte?

So, wie der Sommerwind meine Markise und die Blumen im Balkonkasten bewegt, so lasse ich zu, dass meine Gedanken und Fragen mich bewegen.
Und ich spüre: Antworten will und brauche ich nicht. Die Fragen allein genügen.

„Einen Ort einatmen“- das bringt mich zur Frage: Kann ich auch Gedanken einatmen?

 

|WERBUNG WEGEN NAMENSNENNUNG, UNBEZAHLT|

 

 

 

Was meinst Du – kann ich Gedanken einatmen?


Foto: © Judith Manok-Grundler, Überlingen
(Der Gleinkersee in den Kalkalpen, Foto von 2019)

 

 

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