Einträge von Judith Manok-Grundler

Momentaufnahme

Mittwoch, 17.32 Uhr Das Brot ist im Backofen. Draußen rauscht der Verkehr bergab. Der Markisenabschluss wackelt im Wind. Der pfeift ums Haus. Ich sitze auf dem Sofa. Ein Gutteil der heutigen Arbeit ist getan. Der Rest kann warten. Jetzt ist Pause. Mit warmem Tee; Ingwer-Orange Tee. Ich schreibe. Ich bin hier. Allein. Genieße die Ruhe, […]

Denk nicht an einen rosa Elefanten

Immer wieder begegnet mir – bei mir selbst oder in meiner Arbeit – die Idee, die hinter dem „Denk nicht an einen rosa Elefanten“ steckt. Wir alle wissen, dass wir genau das tun, sobald wir diesen Satz hören – selbst wenn wir noch nie einen rosa Elefanaten gesehen hätten, können wir uns sofort einen vor […]

KW 8: Läuft

„Wir alle haben eine tiefe Sehnsucht in uns: Wir möchten angenommen und geliebt werden“.[1] Wer könnte diesen Satz nicht unterschreiben? <Angenommen und geliebt sein>, das verleiht uns Flügel und erdet uns gleichzeitig. Es schenkt uns Mut und lässt uns an uns selbst glauben. Es hilft uns, die Herausforderungen des Lebens, die uns allen in der […]

Sonntagsfrage

Wo/wann fühlst Du Dich geborgen? So geborgen, dass Du strahlst?     Foto: Erwin Grundler, Überlingen-Aufkirch´

Unterm Eis

Unter dem Eis die Fische, rotglänzend, schwimmen leise hin und her.     Foto: Judith Manok-Grundler, Überlingen-Aufkirch

Die Masken fallen

Gestern Abend. Im Fernsehen läuft das <Heute-Journal>. Ich bin beschäftigt. Mache den Plan für Morgen. Denke über den Geburtstag unseres Sohnes nach und über den 60. Geburtstag, zu dem wir am Samstag nach Miltenberg eingeladen sind. Immer wieder schweifen mein Blick, mein Ohr und meine Gedanken nebenher hinüber zu den Nachrichten. Plötzlich Geschrei. Es wird […]

„Heil sein“

„Heil zu sein bedeutet, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind!“[1] Über diesen Satz bin ich gestern gestolpert, als ich wieder einmal in diesem Buch geblättert und gelesen habe. Was für ein anderes Verständnis von <Heil sein>, als wir das im Alltag haben und pflegen. Ja, die Dinge alle so nehmen zu können, wie […]

Ein Wintertag

Ein Wintertag. Ein Acker. Ein Wald. Eine Bank. Ein Baum. Nein, ein Baumschatten. Und Stille. Tiefe Stille. Stille. Das Wort ist plötzlich da. Steht vor mir. Breitbeinig, nicht zu übersehen. Es lässt mich aufhorchen. Auf die Stille hören. Sie schweigt nicht. Sie redet zu mir, die Stille. Sie lädt mich ein, mich mir ihr zu […]

AugenBlick

Ein Haiku-Moment in Wort und Bild:   Ein Hauch bloß, zart kalt wie die Schneeflocke, die schmilzt auf der warmen Hand.     Foto: Judith Manok-Grundler, Überlingen-Aufkirch

53 cm Wunder

Seit Freitag ist unser jüngstes Enkelkind auf der Welt. Wir freuen uns mit seinen Eltern und seinem Bruder und sind dankbar und stolz. Sieben Enkelkinder haben wir jetzt – und jedes einzelne davon ist für mich ein Wunder. Jedes Mal, wenn ein Enkelkind kam/kommt, stehe ich staunend davor: So zart. So klein. So zerbrechlich. Gleichzeitig […]